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Das Einfamilienhaus als Symbol der Selbstverwirklichung verliert an Bedeutung: zu teuer, zu ressourcenintensiv, zu wenig zukunftsfähig. Wohnbaugenossenschaften bieten dagegen eine sozial und ökologisch sinnvolle Alternative, stoßen aber auf die Herausforderung, zwischen Gemeinschaft und Individualität zu vermitteln. Aktuell dominieren Konzepte, die das Kollektive betonen – etwa Laubengänge als Begegnungsräume –, oft auf Kosten von Privatsphäre und Wandelbarkeit über Lebensphasen hinweg. Das Projekt plädiert daher für eine ausgewogene Mischung aus kollektiven und privaten Wohnformen, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

 

Vision für die WBG Eglisee:
Die Genossenschaft soll zu einem vielseitigen „Campus“ weiterentwickelt werden, der über Generationen hinweg verschiedene Lebensmodelle ermöglicht. Nachhaltigkeit wird hier als Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen verstanden – nicht als spektakuläre Architektur, sondern als kontinuierlicher, ressourcenschonender Prozess.

 

Städtebauliches Konzept:

Das Areal der WOBA Eglisee wird durch zwei neue Gebäude ergänzt:

  • Haus Campari – ein rund 30 m hoher Riegel entlang der Fasanenstrasse, der die bestehende Häuserzeile abschließt und städtebaulich verdichtet.

  • Haus Soda – ein viergeschossiger Bau an der Strasse Im Surinam, der zwischen den historischen Bauten und dem Hochpunkt vermittelt.

 

Beide Gebäude respektieren die unterschiedlichen städtebaulichen Ordnungen der Umgebung und schaffen durch ihre Anordnung neue Aussenräume, Wege und Verbindungen. Sie fügen sich in das bestehende Gefüge ein und stärken die Identität des Quartiers – als lebendiger, durchmischter und gemeinschaftlicher Ort für das Wohnen der Zukunft.

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